Herbst auch für den Motor...
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Herbstflug und Ferry to Maintenance: 22/23 September.

Im August und September bekamen wir mehrfach Rückmeldungen über Probleme mit dem Motor. Das Team von Guido Seiferle kam dazu jeweils nach Zürich und testete was man konnte. Zuerst wurde ein Magnet repariert und danach Kerzen gewechselt. Jedes Mal sah es danach aus, als ob alles wieder in Butter sei. Nur, es sollte anders kommen.

Am 22. September fanden mein Arbeitskollege Thomas Siegerist und ich einmal Zeit, einen Probeflug mit der HB-DWC zu machen. Er war schon seit längerem interessiert, ebenfalls als Pilot auf die Mooney umzuschulen. Leider wollten wir unseren Flug exakt zu der Zeit machen, wo auch der Solarflieger von Bertrand Piccard in der Gegend rumschwirrte. Nach einem ungeplanten Delay mit Hamburger beim Frachtpäuli machten wir uns dennoch auf den Weg.

Kaum war ich im Flieger drin, zog Sigi schon an. Da unser Parkplatz etwas zurückversetzt an der Hangarwand ist, müssen wir den Flieger jedes Mal von Hand auf die vorne sichtbare Linie ziehen.

Dank dem Solarflieger waren viele Fotographen im Einsatz. Adrian Sarbach erwischte uns unmittelbar nach dem Start vom Heli Grill aus. Besten Dank! Denn als Pilot ist es immer schwer, seinen eigenen Flieger abzulichten.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ganz andere Probleme. Kurz nach dem Abheben lief der Motor zuerst mal nämlich alles andere als Rund. Nach der Power Reduction und Leanen war alles wieder normal, daher setzten wir den Flug erst mal fort, allerdings ohne Zwischenlandung in Grenchen.

Via den Albispass flogen wir noch bis ins Toggenburg und von dort über die Route E wieder nach Zürich. Auf der ganzen Route gab der Motor keinen Anlass mehr zu Bedenken.

Nach der Landung wurden wir von Markus Hugentobler erwischt, als wir von der Bahn rollten. Auch ihm ein herzliches Dankeschön! Es sollte für einige Zeit die letzte Landung in Zürich sein...

Am Abend nach dem Flug nahm ich Kontakt mit Guido Seiferle auf. Wir kamen überein, den Flieger nach gründlichem Run Up am nächsten Tag nach Speck zu überfliegen um dort anlässlich der eh fälligen 50 Stunden Kontrolle den Motorenproblemen endlich auf den Grund zu gehen.

Also bereitete ich die HB-DWC am 23. September für den technischen Ueberflug nach Speck vor. Magnetcheck und alle Parameter waren absolut normal, also entschied ich für den Start.

Line Up Piste 28. Der Start und der Flug verliefen absolut störungsfrei, keinerlei "Gehuste" vom Motor wie am Vortag.

Blick auf die Stadt und die Universität sowie die Limmat. Dieser Abflug über den Süden ist immer ein Highlight. Wegen der Luftraumstruktur musste relativ weit den Zürichsee runterfliegen, bevor ich um die Dübendorf Kontrollzone in Richtung Speck eindrehen konnte.

143 kt Groundspeed über dem Zürichsee. So macht Mooney Fliegen immer Spass.

Im Anflug auf Speck, links Pfäffikon. Der eigentliche Anflug und die Landung verliefen gut. Ich war etwas besorgt gewesen, da ich mit der Mooney noch nie auf Gras gelandet war, doch alles ging normal.

Nach der Landung wartete bereits das Team von Seiferle Aviation und meine Frau Ina auf mich. Sie war mit dem Auto vorausgefahren, um mich wieder nach Hause bringen zu können und war sichtlich erleichtert als ich mit unserem Flieger in einem Stück angekommen war.

Hier ein letztes Bild vor dem Einhangarieren.

Beim Zerlegen des Motors fand das Team von Seiferle Aviation den Grund für das Gehuste schnell.

Diese Ventilstange sollte eigentlich gerade sein, ist sie aber nicht. Daher hängte ein Ventil hinterher, Grund für die Motorenprobleme.

Ansonsten sah eigentlich alles noch sehr gut aus für einen Motor, der seit 2500 Stunden mit den gleichen Zylindern flog. Nach weiteren Abklärungen entschieden wir jedoch, dass nun der Zeitpunkt für einen Overhaul gekommen sei. Der Motor wurde also demontiert und ich fuhr ihn nach Puidoux zur Firma Cermec.

Passt um Zentimerter genau in den Kofferraum meines Camry...

Nach einer schönen Fahrt erreichte ich die Firma Cermec und übergab den Motor. Danach machte ich mich auf den Rückweg und legte bei der Raststelle Gruyere einen Halt ein. In herrlichem Herbstwetter gab's dann ein verspätetes Mittagessen.

Nach ein paar Tagen kam dann die Nachricht, dass das Gehäuse des Motors gerissen und damit unbrauchbar sei.

Zum Glück hatte die Firma noch ein Occasionsgehäuse auf Lager, welches jetzt voraussichtlich zum Einsatz kommt.

Mit dieser Diagnose fand die Flugsaison der HB-DWC ein vorläufiges Ende. Wir erwarten den Motor für Mitte November zurück aus der Revision. News wird folgen.

 

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